Die Gründung
Von einer Idee zum realen Club Von einer verrückten Idee bis zum größten und erfolgreichsten Autoclub für Schwule in Deutschland Schon ein paar Jahre lang hatten zwei Münchner Jungs im Sinn gehabt, einen schwulen Autoclub mit allem Drum und Dran ins Leben zu rufen: Infiziert mit dem Virus waren Uli und Aschwin seit ihrer Kindheit: "Es begann mit Auto-Quartetts, wo Hubraumstärke und Baujahr abgefragt wurden. Bald folgten Auto- und Oldtimermagazine, die zum Träumen mindestens so anregten, wie süße Jungs aus den Nachbarklassen". Und natürlich gings am Wochenende zu Oldtimermessen und Autoausstellungen. Beide entwickelten ihre Spleens und pflegten sie, wie andere ihre Freundschaften. Während Asch die Citroën-Landschaft nach einem geeigneten Untersatz abgraste, erfüllte sich Uli den Traum vom eigenen Engländer. Nachdem die Jungs fündig geworden waren, ging's gemeinsam überall hin, wo andere Verrückte mit der Liebe für spleenige Autos zu treffen waren. ![]() Schwule Freunde hingegen konnten dem zeitraubenden Hobby meist nichts abgewinnen. Aber immer wieder sahen die beiden offensichtlich verzauberte Jungs mit schönen Autos durch das "Bermudadreieck" in München kurven. Da war klar, es mußte endlich etwas passieren: Es galt, die vereinzelten, schwulen Autofans endlich zusammen zu bringen... Die Idee nimmt Gestalt an... So wurde im August 2001 der erste Schritt getan: Ein schwuler Autoclub sollte entstehen! Ein Club für Liebhaber von Oldtimern, als auch von neuen Flitzern oder Youngtimern. Einer für rare Luxusdampfer, als auch für günstige Prätiosen auf zwei oder vier Rädern. Einer, in dem es weniger um kleinkarierte Analysen von Originalität, gelungener Restauration oder Wert der Mitgliedsfahrzeuge geht, als viel mehr um gemeinsamen Spaß - egal, wie teuer das vierrädrige Hobby die jeweiligen Besitzer kommt. Tatsächlich war der Plan, ein möglichst breitgefächertes, autobegeistertes Publikum anzusprechen, um dadurch auch ein möglichst buntes Clubleben zu fördern. Der Plan sollte aufgehen... Erste Gehversuche Eine simple Kontaktanzeige beim Onlineportal gayforum.de reichte aus, um innerhalb der ersten Tage gleich mehrere autophile Gays für die Idee einer Vereinigung zu begeistern. Zu den ersten Treffen zählten dann bereits vierrädrige Schönheiten wie ein Cadillac Eldorado Biarritz, ein Saab 900 Klassik Cabrio oder ein Opel Diplomat. Die Herrschaften am Steuer waren ebenfalls nicht zu verachten, und bei so viel Sympathie wuchs die Fangemeinde natürlich rasch an. Nachdem die Losung "mitmachen kann jeder, der Spass an Autos hat" immer bekannter wurde, war der Zulauf um so grösser. Viele outeten sich zum Beispiel als Freaks nagelneuer Sportwagen, andere als Liebhaber englischer Geländewagen. Die mögliche Beschränkung auf Oldtimer war damit restlos vom Tisch und so soll es nach Meinung aller auch bleiben!
Motorboys werden e.V. - Wirklich ein nötiger Schritt? Im Februar 2002 war es soweit: Aus dem losen Verbund der Motorboys erwuchs der Verein Motorboys e.V., der in München seine künftige Basis fand. Nicht nur für die 27 Gründungsmitglieder, sondern auch für die künftigen Vorstände war dies absolutes Neuland. Heute wissen wir, dass dieser Schritt sinnvoll war, da er Verantwortung und Strukturen schuf. Zudem ermöglicht er jedem einzelnen Mitglied die aktive Mitgestaltung und Mitsprache! Schliesslich müssen sich die Vorstände alle 2 Jahre einer Neuwahl stellen. Wer also Bockmist baut oder faulenzt, erlebt spätestens bei der nächsten Vorstandswahl sein blaues Wunder... Vereinsmeierei im vorbildlichsten Sinne also!
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Beide entwickelten ihre Spleens und pflegten sie, wie andere ihre Freundschaften. Während Asch die Citroën-Landschaft nach einem geeigneten Untersatz abgraste, erfüllte sich Uli den Traum vom eigenen Engländer. Nachdem die Jungs fündig geworden waren, ging's gemeinsam überall hin, wo andere Verrückte mit der Liebe für spleenige Autos zu treffen waren.
Restauration oder Wert der Mitgliedsfahrzeuge geht, als viel mehr um gemeinsamen Spaß - egal, wie teuer das vierrädrige Hobby die jeweiligen Besitzer kommt. Tatsächlich war der Plan, ein möglichst breitgefächertes, autobegeistertes Publikum anzusprechen, um dadurch auch ein möglichst buntes Clubleben zu fördern. Der Plan sollte aufgehen... 